Von Kaub nach St. Goarshausen     über die Loreley              

Es war unsere erste Etappe auf den Rheinsteig und wir hatten es schon länger geplant und so ergab es sich das wir auf dem Nachhauseweg aus unserem Urlaub 2006 noch zwei Tage über hatten und machten in St. Goar im Hexen Häuschen einen Zwischenstopp Am Montagmorgen fuhren wir mit dem KD Schiff  um 10:00 Uhr nach Kaub. Am alten Turm der mittelalterlichen Stadtbefestigung nehmen wir im Zentrum von Kaub die Fährte des Rheinsteigs auf. Durch enge Gassen und Stiegen gelangen wir ins Blüchertal, queren auch dieses und treten durch das Leiterbergtor in die Weinberge ein.  Schieferhalden und Reben prägen die Landschaft, durch die wir zunächst auf Weinbergswegen, dann auf einem Pfad bergan zur Hangkante aufsteigen. Bald erreichen wir das auf dem Plateau liegende Dorf Dörscheid, welches tolle Blicke ins Tal und die Möglichkeit zur Einkehr und Übernachtung bietet.

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Vorbei an der Aussichtshütte „Hahnenplatte" wandern wir über Wiesen und Felder zum nächsten Höhepunkt, den attraktiven Felsklippen der Rosssteine. Auf gut gesichertem Felsenpfad geht es abwärts, atemberaubende Ausblicke auf den Rhein und das gegenüberliegende Oberwesel mit seiner imposanten Stadtmauer und der Schönburg werden uns hier geboten, bevor wir wieder durch den Niederwald am Hang entlang weiterwandern. Vorbei an den kaum sichtbaren Resten der „Alten Burg" steigen wir hinunter in das Urbachtal, nur um nach Queren des Baches sogleich wieder einen z.T. sehr steilen Aufstieg in Angriff zu nehmen. Glücklich oben angekommen, Lädt der Pavillon „Waldschule" zur verdienten Rast ein.  Eine der Schönen Einrichtungen des Rheinsteiges, nicht nur die Strecke ablaufen sondern sich auch die Zeit nehmen zu genießen. Durch Wald gelangen wir kurz später zum Bornichbach, kreuzen ihn und streben durch schnell wechselnde Wiesen, Hecken und Felder zum Leiselfeld und zur Hangkante. Dort erwartet uns an den Felsen des Spitznacks nicht nur die Naturattraktion der Klippen, sondern auch eine Aussicht der Extraklasse. Kurz später stehen wir auf dem wohl berühmtesten Felsen des Mittelrheintals, der Loreley, wo uns der tolle Blick auf den Rhein, aber auch das nahe, sehenswerte Besucherzentrum zum Verweilen einlädt. Anschließend wandern wir an der Freilichtbühne vorbei über die Felder zum nahen Ortsteil Heide, den wir auf einer Anliegerstraße durchqueren. Vom Parkplatz der Schule genießen wir den Blick zurück auf den Loreleyfelsen, bevor es auf schmalem Weg abwärts geht. Unvermittelt stehen wir vor dem Tor der nicht zugänglichen Burg Katz.  Etwa 100 m nach Passieren des Burgtores ist Aufmerksamkeit gefragt: Der Rheinsteig verläuft hier mit einem scharfen Knick nach links weiter dem absteigenden, zum Teil mit Treppenstufen versehenen Fußweg nach, der uns hinunter zum Ziel, nach St. Goarshausen bringt. Mit der Fähre ging es dann zu unserem Hexenhäuschen nach St. Goar-Werlau. Wir waren begeistert von unserem ersten Kontakt mit dem Rheinsteig.