Plattkofel-Umrundung über die Langkofelscharte und den Friedrich-August-Weg

 

Es war unser erster Sonntag in Seis und wir wollten die Gegend kennenlernen, so fuhren wir um den Rosengartenstock. durch das Fassatal über den Karer Pass zum Sellajoch. Wir waren nicht die Einzigen, es herrschte reger Verkehr als wir am Sellajoch ankamen, kaum ein Parkplatz zu kriegen. Da sahen wir einen Gondellift, der zur Langkofelscharte fuhr. Die Uhr zeigte 13:30 . Die Gondel sehen und wir waren mit Hund schon drin und hinauf ging es, sehr spontan.

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Wir hatten nichts bei uns für eine Tour, nur Abenteuerlust. Nach 10 Minuten standen wir vor der Demetzhütte. Es war kalt, eng, sehr windig und kein Sonnenstrahl, dafür hatten wir einen schönen Blick nach Westen über die Seiser Alm, die voll in der Sonne vor uns lag. Ein Kontrast wie er nicht größer sein kann. Hier die enge Schlucht mit Altschnee, Geröll und wilder Steilheit und dort eine sanfte, grüne und weite gewellte Landschaft.
Steil geht nun unser Steig hinab von 2681 m Höhe zu den Cofin Böden auf ca. 2000 m.

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 Der Steig durch das Schuttkar führt über Serpentinen und Blockwerk an der Langkofelhütte vorbei (Trittsicherheit ist gefragt) bis zur Steiggablung. Hier gehen wir auf den Steig nach links. Auf ihm, an Geröllhänden entlang , unter den Plattkofel-Nordwänden nach Westen. Später über Wiesen empor zur Schulter des Piz da Uridl 2041 m. Wir laufen jetzt durch eine Landschaft, in der sich die Alm mit den Felsabstürzen des Plattkofel berühren.
Das was die Dolomiten ausmacht, ist das besondere Licht am späten Nachmittag, was alles ins besondere rötliche Licht taucht. In der Ferne sehen wir den Berghof Zallinger und die Murmeltier-Hütte in der untergehenden Sonne.
Weiter geht unser Weg durch Wiesen und Blockwerk bis zum Weg 9. Nun links steil hinauf zum Fassajoch mit der Plattkofel-Hütte 2300 m. Bei der Hütte angekommen verzichten wir darauf, in der überfüllten Hütte einzukehren, setzen uns vor die Hütte und geniessen hier draußen die Stille und Abendstimmung. Nach einer erholsamen Rast geht es auf dem F. Augustweg eine große steile Mulde querend im leichten auf u. ab über eine Schulter zur Sandro Pertini Hütte, immer mit Blick auf die Marmolada. Ohne nennenswerten Höhenverlust kommen wir zur F. August Hütte. Von hier bummelten wir zum Parkplatz am Sellajoch hinab.
Wir wollten zwar nur einen Orientierungstag an den ersten Urlaubstagen verbringen, aber nun war es auf einmal ein schöner Tourentag geworden.
Reine Gehzeit ca. 4,5 Std. Trittsicherheit sind gefragt HA 300 m HU 800 m