Lechtaler Hüttentour 1999

Eine Hüttentour von Lech über den E 4 zum Kaiserjochhaus nach Pettneu und zur  Edmund Graf Hütte im Verwall. Der Abschluss sollte die Besteigung des Hohe Rifflers sein.                       

Ich hatte diese Aufgabe übernommen, eine Hüttentour für den DAV.Sektion Mülheim zu planen und zu führen. Wir waren schon 8 Tage (mit 13 Personen) in Pettneu, um im Arlberggebiet zu wandern. In dieser Woche wurden wir vom Wetter verwöhnt. Davon aber später. Die Woche mit Standquartier war um und ich hatte für den Samstagmorgen 9 Uhr zwei VW Busse bestellt die uns nach Lech bringen sollten. Aber " o wei ", der Himmel war grau, aber was soll es, die Hütten waren für unsere Tour bestellt. Auf geht es, positiv denken. Bei der Fahrt über den Flexenpass schafften die Scheibenwischer kaum den Regen es wurde immer dunkler je näher wir nach Lech kamen. Um 11 Uhr stiegen wir an der Talstation der Rüfikopfbahn aus, die uns in 15 Minuten auf eine Höhe von 2362 m brachte. Es geschah ein Wunder, der Regen wurde weniger und nach einiger Zeit kam auch die Fernsicht und etwas blauer Himmel zum Vorschein. Nach dem obligatorischem Gruppenfoto ging es auf die Schiabfahrt 300 m bergab, bis zum Abzweig Stuttgarterhütte, um durch leichten Fels  nun hinab ins Ochsen - Gümple zu steigen, vorbei am blauen Monzabonsee. Nach dem starken Regen war der Humus auf dem Kalkfelsen sehr rutschig, auch der Weiterweg unter der Gümplespitze verlangte unsere größte Aufmerksamkeit es war sehr glatt und die Rinnen voller Schnee. Die Senke war noch meterhoch voll Schnee, nur einige Buckel waren grün und mit wunderbaren Frühlingsblumen, jetzt im August, verziert. Hier, in Sichtweite der Rauerkopfscharte, unser Übergang zur Hütte 2415 m hoch, machten wir unsere Rast. In der Zwischenzeit wagte sich die Sonne vor und unsere Stimmung stieg. Nach ca. 1,5 Std. standen wir auf der Rauherkopfscharte.Unter uns in der Ferne sahen wir unser Tagesziel, die Stuttgarterhütte. Von hier hatte man eine grandiose Rundsicht auf das Lechquellengebiet und rüber zum Verwall, so wie den Weiterweg zur Ulmerhütte. Beim Essen unserer Brote holte Wilhelm ein Buch hervor und lass  von dem Schriftsteller Stifler, wie er in Wien vor vielen Jahren die totale Sonnenfinsternis erlebt hatte. In 4 Tagen würde sich dieses Ereignis  (1999) vor unseren Augen abspielen. Auf ein mal wurde es still und alle lauschten dem Bericht. Es war was besonderes.

Nach der Rast ging es nun ,steil über Blockwerg hinab, unter dem begrünten Trittwangkopf zur nahen Hütte. Auf unserem Weg wurden wir vom pfeifen der Murmeltiere beleitet.

Nach 3 Stunden waren wir an der Stuttgarterhütte, wir bezogen sofort unser Lager und setzten uns auf auf die Terrasse um den Rundblick zu genießen. Für die Hälfte meiner Freunde war dies die erste Hochgebirgstour. Nach einem Bier oder Kaffee mit Strudel wurde nun die Fanggekarspitze bestiegen mit Blick auf Valluga und Weißschroffen. Nach der Rückkehr zur Hütte war es Zeit zum Abendbrot. Ich hatte ein Gespräch mit dem Hüttenwirt für den nächsten Tag, Er meinte wir könnten nicht über die Trittscharte zur Ulmerhütte, weil noch zuviel Schnee in der Scharte sei und in diesem Jahr noch keiner diesen Weg gegangen sei. Über die Valluga sei zwar auch noch keiner gegangen aber wir sollten es dort versuchen. In diesem Jahr war eben der Schnee noch nicht verschwunden.           

                

 

Touranfang

nach dem Regen

1. Schneefeld

Die Scharte

Rast vor der Hütte

Fanggekarspitze

Sonnenuntergang vor der Hütte

Aufbruch